Raumausschreibungen im Gängeviertel

Im Hamburger Gängeviertel leben und arbeiten? Eine günstige Atelier-Wohnung im Herzen der Stadt? Für viele Künstler und Kreative eine Traum. Doch es muss kein Traum bleiben. Dank der Inititative KOMM IN DIE GÄNGE und der Genossenschaft, die die historischen Häuser in Hamburgs City verwaltet und betreibt, und der aktuellen Raumausschreibungen im Gängeviertel ist das jetzt möglich. Natürlich gibt es Voraussetzungen und Bedingungen. Wer mag, kann sich jetzt um einen Raum bewerben.


Es gibt mehrere Räume im Gängeviertel die in der 1. Januar Woche offiziell vergeben werden.

Im Haus Valentina: (Januar bis Juni)
Im Valentina Haus wird im ersten Stock ein möblierter Raum von 12 qm zur Zwischennutzung bis Juni vergeben. Dinge in dem Raum sollten mit Obacht behandelt werden. Die Wohnung ist Aas und Rauchfrei und das sollte auch so bleiben.

Zurzeit wird die Wohnung von Menschen genutzt, die sich von der HfbK emanzipiert haben und eine kollektive Kunstpraxis verfolgen bei der Theorie und Praxis nicht als Gegensätze betrachtet werden.
Desweiteren gibt es Busbewohner_innen, die diese Wohnung als „Andockstation“ nutzen.

Eine Wohnung im Puppenstube: (ab Januar)
3. OG, Valentinskamp 39, Puppenstube
Vom Flur abgehend gibt es dort eine Toilette, zwei getrennte Räume mit jeweils anschließendem extra Zimmerchen. Der Zustand der Fläche ist extrem mangelhaft, da sie noch nie vom Taubenkot der vergangenen Jahrzehnte gereinigt wurde. Die Türen fehlen überwiegend, die Böden liegen teilweise offen und die Fenster nicht zum raus schauen geeignet, da sie meist nur mit Holzplatten verschraubt sind, daher macht eine Vergabe nur Sinn, wenn sich die zukünftigen Nutzer_innen in der Lage sehen und motiviert sind sich diesen Aufgaben zu stellen. Die geschätzte Renovierungzeit liegt nach Schätzungen bei 1-2 Monaten.
Die Fläche eignet sich für 2 Personen.

Im Kutscherhaus: ( b Januar)
Sind jeweils in zwei Wohnungen eine Atelierfläche zu vergeben. Aufgrund der Größe der Arbeitsflächen ist hier besonders darauf zu achten, dass die Nutzer_innen gut miteinander auskommen.

Im Speckhaus: (ab Januar)
Hier ist ebenfalls eine Atelierfläche (14qm) zu vergeben. Das Speckhaus würde gerne durch die Vergabe der Räume den heteronormativen Tendenzen im Viertel was entgegen setzen.

Im Anhang befindet sich eine Bewerbungsbogen, der eine Hilfe für die Bewerbung sein Kann. Bewerbungen sollten bis zum 05.01.2011 eingehen Bewerben können sich Alle unter:
Nutzungsanfrage@das-gaengeviertel.info

In den nächsten Monaten werden in der Butze im Haus Valentina und im Kupferdiebe-Haus Räume ausgeschrieben. Wer auf dem laufenden bleiben will meldet sich auch mit dem Betreff „bei frei werdenden Ateliers bitte informieren“ an die gleiche Adresse.

Kriterien zur Nutzung von nicht-öffentlichem Raum:
Wie sich das Gängeviertel versteht …

  1. Das Arbeiten im Gängeviertel ist mit dem Konzept des Gesamtprojekts verbunden.
  2. Das Gängeviertel ist mehr als ein „großer Atelierkomplex“ç
  3. Wer einen Raum privat nutzt, bringt sich aktiv und kontinuierlich in das Geschehen im entsprechendem Haus und einer Arbeitsgruppe des Viertels ein. Dies umfasst sowohl eine regelmäßige Beteiligung am Plenum als auch die Übernahme praktischer Aufgaben (Baumaßnahmen, Galerie-Schichten Tresenschichten, Orga-Kram etc.) (Jede_r nach seinen Fähigkeiten)
  4. Jede_r informiert sich selbstständig über das Geschehen im Viertel. Dazu gibt es den INTERN-Verteiler und die regelmäßig stattfindende Vollversammlung, sowie in Zukunft den Newsletter.
  5. Die Nutzung von Räumen ist bis zur fertigen Sanierung temporär.
  6. Es gibt viele Raumanfragen an das Gängeviertel. Falls ein_e Nutzer_in keine Lust oder Zeit mehr auf Beteiligung am Gängeviertel hat, stellt er/ sie den Raum für weitere Menschen wieder zur Verfügung. Es soll vermieden werden, dass ständig benötigter Raum leer steht oder lediglich als
    Abstellkammer dient.
  7. Das Gängeviertel ist ein Ort der Teilnahme, Teilhabe und Vernetzung
  8. Die Häuser und Arbeitsgemeinschaften führen nach Möglichkeit eigene Veranstaltungen durch. Beispielsweise: Ausstellungen, Theater, Café, Vokü, Filmabende oder Infoveranstaltungen. Dies
    belebt die öffentlichen Räume, und führt zu regelmäßiger Beteiligung der Raumnutzer_innen am
    sozialem Zentrum Gängeviertel.
  9. Über Raumvergabe wird durch die Belegungskommission entschieden. Diese Entscheidung wird
    begründet und öffentlich gemacht.
  10. Anfragen werden von der Nutzungsgruppe/Verwaltung gesammelt und koordiniert.
  11. Um ein Einschlafen des Engagements im Gängeviertel zu vermeiden, wird bei Nicht-Beteiligung von Nutzer_innen am Gesamtprojekt dieses thematisiert und entsprechende Konsequenzen gezogen
  12. Das Gängeviertel ist vornehmlich ein nicht-kommerzieller Ort.

http://das-gaengeviertel.info/

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