Bildergalerie STAMP Parade

Bildergalerie STAMP Parade

Bunt war es, schrill, charmant mitunter und manchmal ohrenbetäubend laut. Was die unvermeidlichen Trommelgruppen an teutonischem Lärm erzeugten, als wollten italienische Missionare auf den finsteren, norddeutschen Morren vertreiben, machten dezentere und charmante Gruppen bei der STAMP Parade wieder wett. Aber STAMP ist nicht nur Karneval – es ist ein internationales Festival der Straßenkünste. Und war einmal mehr gaaaanz wunderbar.

Das STAMP-Festvial insgesamt hat uns sehr viel Spaß gemacht. Aus meiner Sicht in dieserm Jahr das beste der bisherigen 5 Festivals in Hamburg. Wir hatten wundervolle Künstler mit fantastischen Auftritten diesmal. Besser, als im Vorjahr, wie ich finde. Es hatte auch den Anschein, dass es mehr Besucher war, besonders zu den Paraden, der NIGHT PARADE und der STAMP Parade Ihc zeige hier einige Eindrücke von dem Festival. In anderen Beiträgen zeige ich noch spezielle Shows und auch separat die Nachparade. Wie stets auch mit Video. Da man sich manchmal nicht satt sehen kann an diesem zauberhaften Ereignissen. In jedem Fall sind sie schon mal eine sehr, sehr schöne Erinnerung.

Lediglich die Trommelgruppen, die mag ich nicht. Nein, ich finde sie total Scheiße. Am schlimmsten auch in Kombination mit einer Brass-Section. Pauken und Trompeten – schlimmer gehts nimmer. Aber typisch germanisch würde ich sagen. Am übelsten haben Kaputte 13 zugeschlagen. So etwas Schreckliches habe ich bisher noch nicht gehört. Wirklich ganz übler Lärm. Mit Musik und Rythmus hatten auch die anderen Kapellen nichts am Hut. Es waren eher Angriffe auf die Trommelfelle insbesondere der jungen Besucher. Offenbar sind die Protagoisten taubt und gönnen es den Bürger nicht, weiter gut zu hören und auf gute Musik zu bestehen. Ich kann jedenfalls nicht verstehen, wie man sich diesen grausigen Lärmgruppen anschließen kann. Doch wohl nur aus Selbstverwirklichungsgründen und angeborenen schweren musikalischen Ausfällen. Wie sue alle heißen: Samba Luno, Tinitussis (!), Samba das Salinas, Kwaggawerk, De Madammen van Ipanema, Bloco Alegria, Sambada, HeatBeaters, Kladderradatsch, Fantomatik Orchester und die richtig üblen Trommelfelltöter von Alkoholdet, Fantomatik Orchestra und Fogo do Samba. Sicher habe ich noch was vergessen.

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Peruanischer Karneval @ STAMP Parade 2012

Aber Spaß und Party, Samba und Parade heißt nicht zwangsläufig Hörschaden und Schmerzen (auch, wenn viele abgestumpfte Mitbürger den gar nicht merken), wie meine Bildergalerie zeigt und beweist. Die Eröffnung am Freitag durch das polnische Theater AKT kam auch mit sehr lauter Musik. Gute Musik, so mein erster Musikleher Herr Joppich, gute Musik muss man laut hören. Und so war es ja auch. Die Eröffnungsshow war grandios und die laute Musik ebenfalls. Es gehörte zusammen. Und außerdem war die Akkustik sehr gut, die Boxen offenbar vom Feinsten. Aber ein sinnloser, dröhender, ohrenbetäubender Paukenhau aus 20 euphorischen Fäusten ist etwas ganz anderes. Hat weder mit Kunst, noch mit Parade, noch mit Spaß etwas zu tun. Kürzlich durfte ich das Hamburger Polizeiorchester bestaunen. Ich stand mitten drin und der Sound war phänomenal und auf keinen Fall zu laut. Es war Musik, die bewegte. Und nicht zu vergleichen mti dem teutonischen Gebleche, das am Wochenende durch die Straßen der Altonaer-Altstadt dröhnte.

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