Best of altonale 14

Best of altonale 14

Das Leben ist kein Ponyhof. Und altonale auch nicht. Deshalb ist das charmante Kulturfest auch nicht das ganze Jahr über, sondern leider nur 18 Tage lang mit dem Höhepunkt des Straßenfestes in Ottensen. Und so ist es kein Wunder, dass man nicht alles gesehen und miterlebt hat. Meine Schwerpunkte lagen bei dem nachbarlichen Balkontheater ALTONA MACHT AUF! und beim Tanzboden der altonale 2012. Hier eine Auswahl meiner Videos und Bilder dazu!

Der Tanzboden der altonale, der dieses Mal nicht in der Großen Bergstraße lag, sondern auf einer richtigen Bühne auf dem Alma-Wartenberg-Platz, war großartig. Nicht die Location und die Bühne, vom Platz er ist ein ebenerdiger Tanzboden und eine leicht erhöhte Fläche besser. Von dem her, was hier geboten wurde. Diese Vielfalt und der Spaß, der hier getanzt, gelebt und besichtigt werden konnte, war kolossal. Eine der Höhepunkte waren hier sich die indischen Tänze, die prall und bunt und äußerst charmant anzusehen waren.


Indische Tanzgruppe grooved – Tanzboden altonale 14 2012

Ganz abgesehen davon, dass man sich kaum entscheiden konnte, wohin man sich bei der altonale 2012 wenden sollte und darüber hinaus das Wochenende in Hamburg sowieso schon einiges zu bieten hatte, entschieden wir uns ganz offensichtlich für das Richtige!


Tänze Indiens – Tanzboden altonale 14 Hamburg 2012

Bollydance, das bunte Treiben, das in vielen Bollywood-Streifen zu bestaunen ist, kann man, wie hier bewiesen ist, auch in Hamburg lernen. Wie der Zufall es will, kann man Bollywood Dance und Bollydance beim ATV, dem Altonaer Turnverband von 1845 e.V. (Kirchenstr. 21, 22767 Hamburg) lernen. Wie das aussehen könnte, zeigt dieses Video


Bollydance – Bollywood Tanz @ Tanzboden altonale 14 2012

Ritu Mittal & Friends auf der altonale 2012
Ritu Mittal (Klassischer indischer Tempeltanz) & Friends auf der altonale 2012

Und es gab noch viel mehr zu bestaunen. Wie ich oben schon sagte, weder konnte man überall zugleich sein, noch besteht hier die Möglichkeit, die vielen charmanten Darbietungen gesammelt wiederzugeben.

An dieser Stelle, darüber berichtete ich schon, zeigten wir, angeleitet von der charmanten Suse Tietjen und am Tag zuvor geprobt, Community Dance auf der Bühne. Hier das von der Seite mitgeschnitte Video dazu:


Community Dance auf dem Tanzboden der altonale 14

Vielleicht sollten wir erst einmal was zum Runterkommen anschauen. Und anhören. Seemannslieder vielleicht. Dazu wenden wir uns an den Mittelaltermarkt, der wie gewohnt im Park zwischen dem Altonaer Rathaus und Christianskirche seine Zelte aufgeschlagen hatte. Man musste allerdings zusehen, was wir einen, na sagen wir Getränkestand, der sich mit seinen Holunderblütensäften und allerhand ähnlichem Gesöff, an der Ampel Museumsstraße/Platz der Republik breit gemacht hatte. Dort schank nämlich ein sehr unangenehmer dickbäuchiger Spießgeselle aus, der mich aus unerfindlichen Gründen heftig anmachte und provizierte. Ich hatte nur gesagt, dass ich nichts mit Alkohol trinken wolle und er wurde frech. Ein übellauniges Arschloch, der eigentlich eine Abreibung verdient hatte. Witzig: Gerade eine Minute vorher, hatte ich zu meinem irischen Freund gesagt, dass die Deutschen, im Gegensazu zu den Angel-Sachsen, bei solch Traditionsfesten keinen Humor hätten und wenig Spaß verstünden. Der alte Holundermeckersack musste meine Vermutung denn auch bestätigen.

Apropos Seemannsgarn. Hier sehen wir die lustigen Herren des Hamburger Lotsenchors, der eine Reihe von Shantys und Seemannslieder darbot. Da der Kapitänschor fast ausschließlich englisches Liedgut präsentierte, diskutierte ich diesen Umstand mit meinem irischem Freund. Denn auf den britischen Inseln werden solche Traditionen auch von jungen Leuten gepflegt, die diese Fest auch zu feiern wisse. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Lotsen erklärten später jedenfalls, dass es im Deutschen kaum Shanty gäbe, die sie vortragen könnten, deshalb seien sie auf das englischen Lieder angewiesen.


Hamburger Lotsenchor „Rowing Away“ auf der altonale 14 in 2012

Wenn wir unsere älteren Mitbürger bei ihren musikalischen Darbietungen zeigen, wollen wir den Nachwuchs nicht zu kurz kommen lassen und wenden uns wieder dem Tanzboden zu. Natürlich nicht ohne vorher noch eine Runde Müllwagen mit der städttischen Müllabfuhr zu fahren. Sehen wir uns also eine Gruppe kleiner Flamenco-Tänzerinnen auf dem Tanzboden am Alma-Wartenberg-Platz an. Die Mädchen in den entzückenden Kostümen zeigen, was sie bei ihrer Tanzlehrerin, der charmanten Iris Caracol, gelernt haben. Flamenco ist sicher einer der anspruchsvollsten Tänze. Man braucht ein ausgeprägtes Rythmusgefühl und eine bestimmte Musikalität um seine Bewegungen mit dem Ausdruck und den temperamentvollen Lieder koordinieren zu können. Wie man so etwas lernt, zeigen die Mädchen im Ringelpietz mit aufdonnern.


Flamenco-Mädchen – Tanzboden altonale 14 2012

So machen es die kleinen. Doch auch große Mädchen schwangen zum spanischen Tanz die Hüften. Und nicht nur die. Stets in feines Tuch gewandet, boten die Schülerinnen der Flamenco-Tanzschule Iris Caracol in Ottensen uns Zuschauern eine Augen- und Ohrenweide. Die Chefin bemängelte zwar, dass nur ungefähr 20% der Tanzschülerinnen sich bereit fanden, ihre Tanzleidenschaft öffentlich aufzuhören – bei den Kindern seien es 100% gewesen – aber die, die den Mut hatten, sich überwanden, die Herausforderung annahmen und sich etwas zutrauten, reichten vollkommen aus, um uns zu begeistern. Funktioniert das Leben ist so: Es geht nur weiter, wenn du einen Schritt nach vorn gehst, der manchmal weh tut und nicht einfach ist, der eine Herausforderung darstellt und dich an deine Grenzen bringt. Wenn du ihn aber getan hast, wirst du reich belohnt, denn diese Erfahrung bereichert dich und dein Innenleben ungemein.


Flamenco Olé – Tanzboden altonale 14 (2012)

Ach, herrlich, dieser Flamenco. Er riecht nach Spanien, nach Sommer und Urlaub. Nach Kultur und gutem Essen, nach Leben und nach Wärme. Es erinnert uns an die Liebe und das Spiel zwischen Mann und Frau. Seine Bewegungen und seine Würde sind außergewöhnlich und stehen jeder Frau außerordentlich gut. Selbstbewußt und sehr körperlich sind die provozierenden Bewegungen der Tänzerinnen. Selten hat ein Tanz so gut zu der Musik gepasst. Und selten drückt ein Tanz so viele Gefühle auf so eindeutige Weise aus. Flamenco ist Sehnsucht nach Liebe und Sehnsucht nach Leben. Der ist Ausdruck des Lebens, der Hoffnung, der Würde und Kultur des Menschen selbst. Aber ich verstehe eigentlich nichts vom Tanzen und schon gar nichts vom Flamenco. Es sind nur ein paar Gedanken, die mir dazu kommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flamenco

Kleine Flamenco-Tänzerin wartet auf ihren Auftritt
Kleine Flamenco-Tänzerin wartet auf ihren Auftritt

Jetzt ist wieder Zeit runter zu kommen und sich auf das nächste Jahr, auf eine neue altonale zu freuen! Was ist da besser geeignet, als ein später Tango am Samstagabend! Bühne frei für den Paartanz par Excellence. Wirklich schön zu sehen. Und vor der Bühne störten dann auch nicht die Elektrobeats vom Familieneck dahinter. Tanzen interessiert mich, ich werde das weiter verfolgen und irgendwann sicher mal mehr von der grundsätzlich knappen Zeit dafür investieren.

Es war gut, dass ich diese Schwerpunkt gesetzt habe. Alles hat seinen Preis und so habe ich sicher einige fantastische Auftritte, Angebote, Begegnungen und Anregungen verpasst. Diesmal war es die größte altonale, die es je gegeben hat, wie die Veranstalter stolz verkünden: „Rund 600.000 Besucher strömten in den Hamburger Stadtteil Altona und auch sonst war es ein Fest der Superlative: vier Kilometer Gesamtlänge, 1.250 Stände, 1.200 Künstler, 250 Einzelveranstaltungen und 12 Bühnen.“

„Zu den Highlights des Straßenfestes zählen die Mitmachaktionen, der Tanzboden, auf dem Institutionen ihre Choreographien vorstellen, ebenso wie die Meile rund ums Essen und Kochen „Altona tischt auf„, die Motte-Bühne mit Dubtari und „David Huhn und Band“ sowie der Kunstmarkt und der neue DESIGNgift-Markt open air.“

Doch bevor wir außer Atem geraten, schauen wir uns das Tango-Finale noch einmal an. Unten dann noch ein paar Bilder und der Rest der Pressemeldung Das war die altonale14 in Hamburg!


Tango Finale auf dem Tanzboden der altonale 14

Mehr Musik und mehr Mitmachaktionen – das war das erklärte Ziel der altonale. Und die Macher haben es erreicht. Das Musikkonzept mit Bühnen, die nach Musikgenres unterteilt waren und auf denen keine Coverbands mehr auftreten, ist voll aufgegangen. Darüber hinaus geben die vielfältigen Mitmachaktionen der altonale in Hamburg ein Alleinstellungsmerkmal. Die Altonaer griffen das Angebot, ihre Balkone und Fenster zu inszenieren (Altona macht auf), auf der Straße zu musizieren (Altona musiziert), gemeinsam mit den Nachbarn zu tanzen (Community dance) oder zu singen (Massenkaraoke) dankbar auf. Auch das Altbewährte wie Infomeile, Hinterhoffeste, Kneipenkonzerte und Anwohnerflohmärkte erfreute sich bei den Organisatoren wie bei den Besuchern des Straßenfestes hoher Beliebtheit. „Unser Ansatz, das Straßenfest neu zu strukturieren, die Bewohner und Künstler zum Mitmachen einzuladen und Hamburgs Musikszene auf 12 Bühnen zu präsentieren, ist eingeschlagen“, sagte Manfred Pakusius, Geschäftsführer der altonale.

Doch, wenn man es genau nimmt, ist die altonale noch lange nicht zu Ende: Schnäppchenjäger können noch bis zum 19. Juni mit einem Mausklick bei der altonale-14 Auktion eine ganze Menge ersteigern, etwa original Schiffsanker und Hafenpoller oder auch Gutscheine über eine Autoreparatur. Die Auktion findet in Zusammenarbeit mit dem dänischen Auktionshaus Lauritz.com statt.

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Hier einige offizielle altonale-Bilder. Dokumentation altonale14 von: Ulrich Gerlach, Nino Herrlich und Thomas Panzau.

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Wir wollen mehr davon, mehr altonale!

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