Wohnen in der Elbphilarmonie

So grandios schon 2007 die Pläne für die Elbphilharmonie in Hamburg auf den Reißbrettern der Architekten waren, so avantgardistisch ist heute bereits das Erscheinungsbild des neuen Wahrzeichens von Hamburg. Das Konzerthaus mit einer Gesamtfläche von über 120.000 Quadratmetern wird mitten auf dem Gelände eines ausgedienten Kakaospeichers im Hamburger Hafen errichtet und beherbergt nach seiner Fertigstellung drei weltweit einmalige Konzertsäle.

Das ehrgeizige Projekt der Schweizer Architekten nutzt die bereits bestehende historische Bausubstanz der Grundmauern als Ausgangspunkt der Planungen für die neue Elbphilharmonie. Darauf aufgesetzt wird ein komplett neues Gebäude, das nach seiner Fertigstellung 26 Geschosse mit einer Gesamthöhe von 110 Metern haben wird.

Elbphilharmonie – die Highlights des Kulturtempels

Damit wird Europas größte Kulturbaustelle nicht nur zum größten Gebäude der Hansestadt, sondern durch seine Lage am Wasser zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk zwischen Hafen und Stadt. Das Herzstück ist der große Konzertsaal, der Platz für 2.150 Musikliebhaber bieten wird. Außergewöhnlich, dass er auf Spiralfedern ruht, der das gesamte Haus von Außengeräuschen oder mechanischen Schwingungen adsorbiert. Dass Konzertbesucher der Elbphilharmonie Hamburg das sonst unüberhörbare Geräusch vom Schiffshorn der „Queen Mary II“ wahrnehmen, ist dadurch eher unwahrscheinlich. Der „Kleine Saal“ ist für bis zu 550 Personen geeignet. Er ist für die Aufführung von Kammermusik vorgesehen, soll aber auch für Banketts oder Bälle genutzt werden. Für die Freunde experimenteller Musik bietet die Elbphilharmonie in Hamburg im Sockelbau ein Kaistudio mit Plätzen für 150 Musikliebhaber. An der Front des Gebäudeensembles befinden sich der Neubau eines Hotels mit 250 Zimmern sowie 45 Wohnungen.

Hamburger Musikleben und Infrastruktur

Schon bei der Grundsteinlegung für die Elbphilharmonie am 2. April 2007 war das Projekt für die Bewohner der Hansestadt von außerordentlich großem Interesse. Für eines der weltweit schönsten Konzerthäuser sammelten sie immerhin die stolze Summe von fast 70 Millionen Euro. Für die Verkehrsplaner stellt dieses Bauvorhaben immense logistische Herausforderungen, die man aber bereits erfolgreich umgesetzt hat, was die zahlreichen Baustellenführungen mit Tausenden Interessenten beweisen. Großzügige Promenaden entlang des gesamten Hafenterrains wurden angelegt, U-Bahn-Stationen und Buslinien erweitert und selbst einen Fährverkehr wird es für die zahlreichen Besucher des Hauses geben. Das Hamburger Musikleben wird also eine nie gekannte Bereicherung erleben und wird die Stadt auch weiterhin zu einer beliebten Attraktion für viele in- und ausländische Touristen werden lassen. Sehr schade, dass es während der Bauzeit der Elbphilharmonie immer wieder zu Querelen zwischen Bauträgern, Stadt und Generalunternehmer kommt, die aktuell gerade in einem Baustopp gipfeln und für nicht wenig Unmut, nicht nur bei den Hamburgern, sorgen.

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