Brave New Worlds im U-Werk Karoline

Brave New Worlds im U-Werk Karoline

Am 17. Dezember 2015 feiert der neue Star-Wars-Film Premiere. Eine Woche vor dem Filmstart werden wir dem Thema Science Fiction eine Ausstellung widmen. 30 internationale Künstlerinnen und Künstler im Spannungsfeld zwischen urbaner und zeitgenössischer Kunst werden sich mit verschiedenen Techniken und Ansätzen dem Thema nähren.

Neben dem popkulturellen Aspekt und der Ästhetik von Zahlen, unbekannter Welten und futuristischer Technik wollen wir auch auf die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas eingehen.
Welchen Einfluss hat/hatte Science Fiction auf die Gesellschaft? Ist Fortschritt Fluch oder Segen für die Menschheit, welche Ängste verursachen Maschinen, Roboter und neue Technologien? Leben wir in einer Utopie oder in einer Dystopie? Hat George Orwell mit seinen Vorstellungen Recht gehabt oder ist, mit Hinblick auf den NSA-Skandal, die Gegenwart sogar schlimmer?

Die Besucher werden von einer bunten Welt empfangen, die wohl für die meisten Besucher die typische popkulturelle Sciene Fiction Welt darstellt. Je weiter sich die Besucher in die Ausstellung hinein bewegen, desto mehr erfahren sie eine dystopische Atmosphäre, die zum Teil.

Am Samstag, den 12. Dezember 2015 ab 20.00 Uhr, eröffnet die Affenhaus Galerie ihre letzte Ausstellung in diesem Jahr. Die international besetzte Gruppenausstellung Brave New Worlds wird nicht in Affenfaust-Galerieräumen, sondern – passenderweise – in dem ehemaligen U-Werk Karoline bei den Messenhallen stattfinden.

Science Fiction von Affenfaust

Künstler streben oft danach eine eigene Formensprache zu entwickeln, einen eigenen Stil, ein schlüssiges System. Die eigene Welt erschaffen. Eine in sich geschlossene und funktionierende Hypothese. Absurd oder Hyperreal, humorvoll oder ernst, aufrüttelnd oder beruhigend. Irgendwo schließt die vom Künstler erschaffene Welt dabei immer an bereits Bestehendes an. „Kunst ohne Kontext kann nicht gedacht werden.“ So hat der Hamburger Kunsthistoriker Wolfgang Kemp formuliert. Die Setzung des Kunstwerkes ist immer auch eine Besetzung, Gegensetzung, Fortsetzung, Übersetzung des Kontextes.

Das Genre der Science-Fiction funktioniert nach dem Prinzip der Fortsetzung des Kontextes. Meist wird in Form von Literatur, Bild oder Film eine Hypothese generiert, wie eine bestehende bGesellschaftsform sich mit ihrer Technologie weiterentwickeln kann und welche Konsequenzen das für das soziale Gefüge hat. Der Titel nimmt Bezug auf Huxley’s Werk von 1932, welches in Zeiten von aufkommenden Massenvernichtungswaffen, Weltkriegen und der ersten großen Krise des Kapitalismus geschrieben wurde. Dabei erdachte er eine mögliche zukünftige Gesellschaftsform mit dystopischem Charakter, auch um vor möglichen Folgen neuer Technologien zu warnen. Bei solchen Szenarien geht es auch immer um die Frage welche Vorteile durch neue Entwicklungen entstehen und welchen Preis die Gesellschaft

dafür zahlen muss. Solche Fragen haben in Zeiten des NSA-Skandals und internationaler Sicherheitspolitik einen aktuellen Charakter. Ein viel rezipiertes Hacker-Zitat lautet in diesem Kontext: „Das Buch 1984 war keine Anleitung.“

Künstlern und Künstlerinnen, die sich in ihrer Arbeit mit science-fiction und Dystopie auseinandersetzen widmet die Affenfaust Galerie mit Brave New Worlds eine internationale Gruppenausstellung. Es wird künstlerischen Positionen, die sich mit dem popkulturellen Aspekt und der Ästhetik von Zahlen, unbekannten Welten und futuristischer Technik auseinandersetzen eine Plattform gegeben. Es wird aber auch die Ebene von zukunftskritischen und dystopischen Aspekten angesprochen. Durch Bilder werden Fragen aufgeworfen.

Entsprechend des Ausstellungsthemas wird die Ausstellung in dem ehemaligen Umspannwerk Karoline an den Messehallen stattfinden. Die kontrastreiche Architektur des Gebäudes, in der das alte Umspannwerk von dem modernen Messebau überbaut wird, bietet den geeigneten Kontext zur gezeigten Kunst.

Gruppenausstellung Brave New Worlds

Vom 12. – 30. Dezember 2015
Vernissage am 12. Dezember 2015 um 20.00 Uhr
Aftershow am 12. Dezember 2015 um 24.00 Uhr

Lineup
Base Twentythree
Deih
Doppeldenk
Drik the Villain
Elmar Lause
Gabriella Rioux
Heid und Griess
Heinrich Holtgreve
Hendrik Czakainski
Ivor Scott
Jakub Ró?alski
Joeggu Hossman
Johan Schäfer
Loodz
Mafia_Tabak
Malte Stienen
Mia Grau und Andere Weissert
Michal Plata
Nils Kasiske
Patrick Sellmann
Szum
WIUR
Zipper – Die Rakete

Affenfaust im U-Werk Karoline

Karolinenstrasse 45, 20357 Hamburg

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